Das Zeitalter Leonardo da Vincis

Die Lebensjahre Leonardo da Vincis fielen in eine der kreativsten Epochen der Menschheitsgeschichte, der Renaissance.
Damit verabschiedete sich Europa von dem durch Aberglauben dominierten, finsteren Mittelalter. Ein Hauptcharakteristikum der Renaissance ist die Wiedergeburt des antiken Geistes, welche sich darin manifestiert, dass zahlreiche Elemente des Gedankenguts der Antike neu entdeckt und wiederbelebt werden. Dies wird insbesondere in den Künsten und ihren neuen, als fortschrittlich empfundenen Prinzipien deutlich, in denen die mystisch-geistig orientierte Formensprache des Mittelalters von weltlicher, mathematisch-wissenschaftlicher Klarheit abgelöst wurde.

Als beispielhaft für die neue Weltsicht kann die Proportionsstudie von Leonardo da Vinci betrachtet werden. In ihr wird der Mensch in seiner körperlichen Beschaffenheit in das Zentrum gesetzt und zum Maßstab für ein neues Ordnungssystem gemacht.
Die Künste und Wissenschaften genießen in den italienischen Stadtstaaten wieder ein ähnlich hohes Ansehen wie im antiken Griechenland. Künstler sind keine anonymen Handwerker mehr, sondern treten mit dem Selbstbewusstsein von Universalgelehrten auf. Ihre Werke werden als individuelle Schöpfungen von hohem Rang angesehen.
Die Renaissance war die größte progressive Umwälzung, die die Menschheit bis dahin erlebte. Das moderne wissenschaftliche Zeitalter begann mit den Enddeckungen von Forschern und Wissenschaftlern: die Erde war keine Scheibe mehr - sondern eine Kugel, mit der Entdeckung Amerikas Ende des 15. Jahrhunderts begann die Globalisierung und mit Gutenbergs Buchdruck das Medienzeitalter.

In dieser Zeit entstand auch ein neues Berufsbild, der Künstler Ingenieur, wobei Ingenieur Geistesblitz und kluger Einfall bedeutete. Gefördert wurde diese neue Geisteshaltung von einem durch Handel und Finanzwesen zu Wohlstand und politischen Einfluss gekommenen Bürgertum, wie beispielsweise die Medicis in Florenz. Die gemeinsame Entwicklung von Kunst, Technik und Wissenschaft, ja eine Symbiose dieser verschiedenen Disziplinen wurde angestrebt und fand wohl in der Person Leonardo da Vincis ihre höchste Ausformung, wie nie zuvor oder danach.

„Studiere die Wissenschaft der Kunst und die Kunst der Wissenschaft“

„Alle Dinge und Phänomene sind miteinander verbunden“

„All unser Wissen gründet sich auf Wahrnehmung“
(Leonardo da Vinci)

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Leonardo da Vinci (1452 - 1519) Visionär – Erfinder – Wegbereiter

„Ein Mann, wie ihn zum zweiten Mal zu erschaffen die Natur nicht die Kraft hat“
(Francesco Melzi, Lieblingsschüler und Haupterbe Leonardo da Vincis)

Leonardos Gemälde „Mona Lisa“ und „Das letzte Abendmahl“ sind weltberühmt. Seine Leidenschaft galt jedoch seinen wissenschaftlichen und technischen Forschungen. Er hinterließ ein Lebenswerk von über 6000 verschlüsselten Manuskriptseiten. Darunter viele seiner technischen Zeichnungen, Studien und Entwürfe zu den Themen: Mechanik, Werkzeug- und Militärtechnik, Messgeräte sowie Fortbewegung zu Lande, im Wasser und in der Luft.

Die Ausstellung LEONARDO DA VINCIS MASCHINEN lässt nun die Visionen des Universalgenies ­lebendig werden. Maschinen und Maschinenelemente, die Le­o­nar­do erfunden, erweitert oder verbessert hat, werden in Form von Großmodellen aus Holz gezeigt. Der überwiegende Teil der Modelle ist interaktiv gestaltet und darf angefasst und ausprobiert werden.

Die Umsetzung seiner Skizzen erforderte Jahrzehnte sorgfältiger Recherchen und Auswertungen, denn nach Leonardos Tod gingen seine Notizbücher zum Teil verloren oder verschwanden in privaten Sammlungen und Archiven. Etliche Blätter mussten erst wieder aufgefunden und zugeordnet werden, bis alle Details seiner Visionen zusammengefügt waren. Darüber hinaus schrieb Leonardo, aus Angst vor geistigem Diebstahl, seine Aufzeich­nungen in Spiegelschrift und ­baute kleine Fehler in seine Konstruktionen ein.

Leonardo da Vinci kann zu Recht ein Universalgenie genannt werden. Er war zugleich Maler, Bildhauer, Kunsthistoriker, Anatom, Naturforscher, Architekt, Mechaniker und Erfinder. Durch seine einzigartige Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Technik gelingt es ihm, uns auch noch nach 500 Jahren zu überraschen. Ergänzend gibt die Ausstellung spannende Informationen über Leonardos Leben, seine Zeitgenossen und die Renaissance.