Fortbewegung in der Luft und Messgeräte

Den Traum vom Fliegen träumte Leonardo da Vinci wohl Zeit seines Lebens.

Ausgehend vom Studium des Vogelfluges verfolgte er viele Jahre die Idee, der Mensch müsse nur die Mechanismen und Bewegungsabläufe, die auch Vögel fliegen lassen, nachahmen.

„So kannst du aus diesen hier angeführten Beweisen erkennen, dass auch der Mensch imstande ist, die widerstehende Luft zu bezwingen, indem er mit seinen kunstvoll angefügten, großen Flügeln einen Druck auf sie ausübt und sie überwindet, und dass er sich sogar über sie zu erheben vermag“.

Erst in späteren Jahren musste er die Tatsache erkennen und akzeptieren, dass der Mensch allein durch sein anatomisch bedingtes Missverhältnis zwischen Körpergewicht und verfügbarer Kraft nie wie ein Vogel wird fliegen können.

Seine später entwickelten Flugmaschinen waren bereits auf den Gesetzmäßigkeiten des Gleitfluges unter Nutzung des Windes und der Strömungen aufgebaut. Seine Skizze mit präzisen Anweisungen zum Bau eines Fallschirms ist deswegen so erstaunlich, da zur damaligen Zeit, vor 500 Jahren, kein Objekt bekannt war, was sich erfolgreich in der Luft bewegte. Dieser Schirm wurde erst im Jahre 2000 von dem Briten Adrian Nicholas nach den Skizzen von 1483 originalgetreu nachgebaut und, entgegen aller Expertenwarnungen, getestet – und er funktionierte tatsächlich.

Es war stets Leonardos Bestreben, die Naturgesetze und deren Auswirkungen zu verstehen, um diese Kräfte nutzbar machen zu können. Er forschte nach den Ursachen für Wolken, Wind, Dampf, Feuchtigkeit und Strömungen. Auch musste es Möglichkeiten geben, Entfernungen, Höhen und Gewicht zu berechnen. Daher erfand er Messvorrichtungen, die es möglich machten, Ergebnisse und Zustände zu vergleichen: Geräte zur Messung der Luftfeuchte, des Winddrucks oder der Windgeschwindigkeit oder auch der Neigungsmesser. Dieses Gerät besteht aus einem Pendel und einer Glaslocke, die vor Wind schützt. Der Neigungsmesser dient der Ausrichtung eines Fluggerätes in der Luft, bzw. der Messung von Steigungen.

„…um den Flugapparat zu lenken, in gerader oder schräger Position, so wie du willst, das heißt: Wenn Du geradeaus willst, mach, dass die Kugel mitten im Kreis stehe.“

Vom Prinzip her ist diese Art der Neigungsmessung auch noch heute bei allen Flugzeugen im Einsatz.

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Leonardo da Vinci (1452 - 1519) Visionär – Erfinder – Wegbereiter

„Ein Mann, wie ihn zum zweiten Mal zu erschaffen die Natur nicht die Kraft hat“
(Francesco Melzi, Lieblingsschüler und Haupterbe Leonardo da Vincis)

Leonardos Gemälde „Mona Lisa“ und „Das letzte Abendmahl“ sind weltberühmt. Seine Leidenschaft galt jedoch seinen wissenschaftlichen und technischen Forschungen. Er hinterließ ein Lebenswerk von über 6000 verschlüsselten Manuskriptseiten. Darunter viele seiner technischen Zeichnungen, Studien und Entwürfe zu den Themen: Mechanik, Werkzeug- und Militärtechnik, Messgeräte sowie Fortbewegung zu Lande, im Wasser und in der Luft.

Die Ausstellung LEONARDO DA VINCIS MASCHINEN lässt nun die Visionen des Universalgenies ­lebendig werden. Maschinen und Maschinenelemente, die Le­o­nar­do erfunden, erweitert oder verbessert hat, werden in Form von Großmodellen aus Holz gezeigt. Der überwiegende Teil der Modelle ist interaktiv gestaltet und darf angefasst und ausprobiert werden.

Die Umsetzung seiner Skizzen erforderte Jahrzehnte sorgfältiger Recherchen und Auswertungen, denn nach Leonardos Tod gingen seine Notizbücher zum Teil verloren oder verschwanden in privaten Sammlungen und Archiven. Etliche Blätter mussten erst wieder aufgefunden und zugeordnet werden, bis alle Details seiner Visionen zusammengefügt waren. Darüber hinaus schrieb Leonardo, aus Angst vor geistigem Diebstahl, seine Aufzeich­nungen in Spiegelschrift und ­baute kleine Fehler in seine Konstruktionen ein.

Leonardo da Vinci kann zu Recht ein Universalgenie genannt werden. Er war zugleich Maler, Bildhauer, Kunsthistoriker, Anatom, Naturforscher, Architekt, Mechaniker und Erfinder. Durch seine einzigartige Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Technik gelingt es ihm, uns auch noch nach 500 Jahren zu überraschen. Ergänzend gibt die Ausstellung spannende Informationen über Leonardos Leben, seine Zeitgenossen und die Renaissance.