Leonardo der Erfinder

Neben Leonardos Interessen im Bereich der Natur- und Geisteswissenschaften, der Medizin und der Philosophie, war er vor allem auch Erfinder.

In dieser Eigenschaft kombinierte er all sein Wissen mit seinen Erfahrungen als Handwerker, um für die Menschen seiner Zeit unmittelbar nutzbringend tätig zu sein.

Dass Leonardo dabei meist der Nachfrage entsprechend, den Wünschen seiner Auftraggeber folgte, hatte wohl pragmatische Gründe. Schließlich musste der Lebensunterhalt für ihn selbst, aber auch für seine Schüler und Diener bestritten werden. So erfand oder verbesserte er Maschinen und Vorrichtungen für die Kriegsführung, Baumaschinen zum Heben schwerer Lasten, Geräte für die Fortbewegung in der Luft, zu Wasser und zu Lande, Werkzeugmaschinen für den industriellen und den landwirtschaftlichen Bereich, Messgeräte und Maschinenelemente als Grundlage für weitere Erfindungen, aber auch „nutzlose“ automatische Mechanismen ausschließlich zur Unterhaltung seiner Auftraggeber.

Erstaunlich viele von Leonardos Erfindungen und Weiterentwicklungen sind auch noch heute, nach 500 Jahren, in teilweise nur unwesentlich geänderter Form im Einsatz. Beispielsweise das Kugellager mit sich nicht berührenden Flächen oder das Schneckengetriebe.

 „Drei Kugeln unter der Welle sind besser als vier, weil die drei mit Sicherheit immer von der Welle berührt und gleichmäßig bewegt werden. Bei vier bestünde die Gefahr, dass eine von ihnen unberührt bleibt“
(Leonardo zum Grundsatz der Reibungskraft)

 

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Leonardo da Vinci (1452 - 1519) Visionär – Erfinder – Wegbereiter

„Ein Mann, wie ihn zum zweiten Mal zu erschaffen die Natur nicht die Kraft hat“
(Francesco Melzi, Lieblingsschüler und Haupterbe Leonardo da Vincis)

Leonardos Gemälde „Mona Lisa“ und „Das letzte Abendmahl“ sind weltberühmt. Seine Leidenschaft galt jedoch seinen wissenschaftlichen und technischen Forschungen. Er hinterließ ein Lebenswerk von über 6000 verschlüsselten Manuskriptseiten. Darunter viele seiner technischen Zeichnungen, Studien und Entwürfe zu den Themen: Mechanik, Werkzeug- und Militärtechnik, Messgeräte sowie Fortbewegung zu Lande, im Wasser und in der Luft.

Die Ausstellung LEONARDO DA VINCIS MASCHINEN lässt nun die Visionen des Universalgenies ­lebendig werden. Maschinen und Maschinenelemente, die Le­o­nar­do erfunden, erweitert oder verbessert hat, werden in Form von Großmodellen aus Holz gezeigt. Der überwiegende Teil der Modelle ist interaktiv gestaltet und darf angefasst und ausprobiert werden.

Die Umsetzung seiner Skizzen erforderte Jahrzehnte sorgfältiger Recherchen und Auswertungen, denn nach Leonardos Tod gingen seine Notizbücher zum Teil verloren oder verschwanden in privaten Sammlungen und Archiven. Etliche Blätter mussten erst wieder aufgefunden und zugeordnet werden, bis alle Details seiner Visionen zusammengefügt waren. Darüber hinaus schrieb Leonardo, aus Angst vor geistigem Diebstahl, seine Aufzeich­nungen in Spiegelschrift und ­baute kleine Fehler in seine Konstruktionen ein.

Leonardo da Vinci kann zu Recht ein Universalgenie genannt werden. Er war zugleich Maler, Bildhauer, Kunsthistoriker, Anatom, Naturforscher, Architekt, Mechaniker und Erfinder. Durch seine einzigartige Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Technik gelingt es ihm, uns auch noch nach 500 Jahren zu überraschen. Ergänzend gibt die Ausstellung spannende Informationen über Leonardos Leben, seine Zeitgenossen und die Renaissance.