Leonardos Mechanik

Das italienische Wörterbuch Della Crusca definiert unter der Rubrik Mechanik:

"Die Wissenschaft, die das Gleichgewicht und die Bewegung von festen oder flüssigen Körpern abhandelt. Zudem ist sie auch die Kunstfertigkeit, die lehrt, jede Art von Maschinen, Instrumenten, technischen Vorrichtungen und dergleichen zu konstruieren.“

Leonardo da Vinci verschrieb sich mit großem Eifer dieser „Kunst“. Aus den Unterlagen wissen wir, dass vier Bücher als verschollen gelten, in denen er „mechanische Elemente“ abhandelte. Die Wiederauffindung der Madrider Codices 1965 hat unsere Kenntnis über seine mechanischen Arbeiten bemerkenswert erweitert. Im Falle des Codex Madrid I vermutet man sogar eines der vier verloren gegangenen Bücher. Der Beitrag Leonardos mit seinen Untersuchungen über Kraft, Gewicht, Schlag und Antrieb als „Söhne der Bewegung“ gilt aufgrund seiner logischen Beweisführung als sehr anspruchsvoll. Der Künstler zeigte darin ein sehr umfassendes Wissen über die seit der Antike bekannten einfachen Maschinen. Dazu zählen die Winde, der Hebel, der Kran, der Keil und die Schraube. Darauf aufbauend entwickelte er eine einzigartige Kreativität als auch Qualität im Bau von Maschinen und Elementen, die direkt oder indirekt in vielen Bereichen der Technik bis heute wegweisend geblieben sind.

Eine besondere Vorliebe Leonardo da Vincis galt der Schraube. Verschiedenste Einsatzbereiche für Schrauben unterschiedlichster Ausformung wurden von ihm entwickelt. Das Foto zeigt eine seiner genialen Konstruktionen, welches in der Ausstellung als Originalnachbau zu sehen ist. Hier kombinierte er eine „endlose Schraube“ mit einem Zahnrad. Der Vorteil dieser Erfindung liegt in der hohen Kraftübertragung, der hohen Betriebssicherheit, der Haltbarkeit durch niedrigere Belastungen und in der niedrigen Drehgeschwindigkeit. Dieses Getriebe ist auch heute noch als „Schneckengetriebe“ bekannt und wird im Maschinenbau universell eingesetzt.

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Leonardo da Vinci (1452 - 1519) Visionär – Erfinder – Wegbereiter

„Ein Mann, wie ihn zum zweiten Mal zu erschaffen die Natur nicht die Kraft hat“
(Francesco Melzi, Lieblingsschüler und Haupterbe Leonardo da Vincis)

Leonardos Gemälde „Mona Lisa“ und „Das letzte Abendmahl“ sind weltberühmt. Seine Leidenschaft galt jedoch seinen wissenschaftlichen und technischen Forschungen. Er hinterließ ein Lebenswerk von über 6000 verschlüsselten Manuskriptseiten. Darunter viele seiner technischen Zeichnungen, Studien und Entwürfe zu den Themen: Mechanik, Werkzeug- und Militärtechnik, Messgeräte sowie Fortbewegung zu Lande, im Wasser und in der Luft.

Die Ausstellung LEONARDO DA VINCIS MASCHINEN lässt nun die Visionen des Universalgenies ­lebendig werden. Maschinen und Maschinenelemente, die Le­o­nar­do erfunden, erweitert oder verbessert hat, werden in Form von Großmodellen aus Holz gezeigt. Der überwiegende Teil der Modelle ist interaktiv gestaltet und darf angefasst und ausprobiert werden.

Die Umsetzung seiner Skizzen erforderte Jahrzehnte sorgfältiger Recherchen und Auswertungen, denn nach Leonardos Tod gingen seine Notizbücher zum Teil verloren oder verschwanden in privaten Sammlungen und Archiven. Etliche Blätter mussten erst wieder aufgefunden und zugeordnet werden, bis alle Details seiner Visionen zusammengefügt waren. Darüber hinaus schrieb Leonardo, aus Angst vor geistigem Diebstahl, seine Aufzeich­nungen in Spiegelschrift und ­baute kleine Fehler in seine Konstruktionen ein.

Leonardo da Vinci kann zu Recht ein Universalgenie genannt werden. Er war zugleich Maler, Bildhauer, Kunsthistoriker, Anatom, Naturforscher, Architekt, Mechaniker und Erfinder. Durch seine einzigartige Verbindung von Kunst, Wissenschaft und Technik gelingt es ihm, uns auch noch nach 500 Jahren zu überraschen. Ergänzend gibt die Ausstellung spannende Informationen über Leonardos Leben, seine Zeitgenossen und die Renaissance.